Umweltschutz - Dorfgemeinschaft Hövelriege e.V.

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Umweltschutz

Hövelriege und Riege mit vorbildlicher Gemeinschaftsaktion:

Landschaft wieder sauber
„Toll habt ihrs gemacht. Für uns seid ihr heute die wahren Helden“ lobte der Vorsitzende der „Dorfgemeinschaft Hövelriege/Riege“, Ferdinand Stöppel besonders die Kinder die diesjährige „Saubere Landschaft“ in den Ortsteilen. Die Kinder im Grundschulalter trugen in diesem Jahr ganz wesentlich die Aktion.
Wälder und Wegesränder wurden in zweistündiger Arbeit von den Hinterlassenschaften gedankenloser Zeitgenossen befreit – vom Bonbonpapier bis zum ausgedienten Fahrrad.
Insbesondere den Kindern machte es Spaß – war die Aktion doch auch eine Lehrstunde des Umgangs der Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Natur und Umwelt. Da schmeckte das anschließend in der alten Rieger Dorfschule gemeinsam eingenommene Mittagessen – es gab Spaghetti Bolognese - besonders gut….

Naturkundliche Exkursion vor der Haustür:

Neue Sicht auf Fauna und Flora

Wer wollte dies nicht schon immer einmal: Seine unmittelbare Umgebung mit neuen Augen sehen. Genau diese neue Sicht vermittelte jetzt die naturkundliche Exkursion der „Dorfgemeinschaft Hövelriege/Riege". Manfred Rodehutscord, Natur- und Wanderführer, mit staatlicher Anerkennung, gab die notwendigen Fingerzeige und Informationen.
Ausgehend von der Linde an der Alten Rieger Dorfschule – einem Baum an dem sich schon unsere Vorfahren versammelten – lieferte der Wanderführer ungezählte Hinweise zur Fauna und Flora am Wegesrand. Einige Stichworte: Mädesüß (gehört zur Familie der Rosengewächse), Rossminze (Gattung der Minzen), Bärenklau (Doldenblütler) , bittersüßer Nachtschatten, Schlangenwurz (Aronstabgewächs/sehr giftig), Huflattich (Korbblütler), wilde Möhre, Adlerfarn, Storchenschnabel, Dost (Lippenblütler), kanadische Goldrute (Korbblütler – erst vor 150 Jahren bei uns eingeführt), Rainfarn, Johanneskraut (altes Hausmittel gegen Depressionen), Beifuß (Korbblütler – eng verwandt mit dem Wermut), Hasen-Klee (Familie der Hülsenfrüchtler), Flockenblume (vom Aussehen ähnlich der Kornblume), Habichtskraut, Schneeball (Moschuskrautgewächs), indisches Springkraut (Familie der Balsaminengewächse)  – sie alle und viele weitere finden sich in der artenreichen Ökologie unserer Heimat. Dabei wartete Manfred Rodehutscord mit einem breiten Wissen auf: So konnte er sowohl etwas zum Ursprung des Namens als auch über die Verwendung in der Hausapotheke beitragen. Schließlich gab er Hinweise zur Giftigkeit und wies auf mögliche Gefahren beim Genuss der Kräuter und Pflanzen hin.
Von der Alten Schule führte die Teilnehmer der Weg in die Junkernallee, durch das Ramselbruch über die Hövelrieger Straße bis zur Streuobstwiese am Lehmweg, dem ökologischen Musterprojekt der Dorfgemeinschaft, das gerade um ein „Bienen- und Insektenhotel" erweitert wurde. Hier wartete eine besondere Überraschung auf die Teilnehmer: Ein von der Ehefrau des Naturführers - Manuela Rodehutscord - liebevoll gedeckter Tisch mit Köstlichkeiten aus der heimischen Küche – insbesondere selbst hergestellten Marmeladen. „Mmh, lecker, das schmeckt"  hörte man immer wieder.
So war der halbstündige Heimweg bei Einbruch der Dunkelheit vom Lehmweg zur Alten Schule – über die Ramselhof-Route – bei den Teilnehmern schon von der ökologischen Sicht der Natur bestimmt. „Das hätte ich kaum geglaubt – das war heute informativer und lehrreicher als ein Urlaub" ließ sich ein Teilnehmer vernehmen. Dabei vergaß man bei der Dorfgemeinschaft nicht, sich bei Manfred Rodehutscord, dem in Sachen Fauna und Flora gebildeten Führer und insbesondere seiner Ehefrau Manuela zu bedanken.

Fazit: Man muss nicht in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nahe – vor der Haustür nämlich.

Unsere Bilder liefern Impressionen von der naturkundlichen Exkursion der Dorfgemeinschaft
Fotos  Ute Ilskens

Bienen- und Insektenhotel am Lehmweg:

Ökologisches Musterprojekt ist eine Gemeinschaftsleistung

Hövelhof-Riege (hil). Die vor knapp fünf Jahren von der „Dorfgemeinschaft Hövelriege/Riege e.V" (dghr) am Lehmweg angelegte Streuobstwiese hat jetzt eine ökologische Bereicherung erfahren: Das ökologische Musterprojekt auf Grund und Boden der Gemeinde Hövelhof ist gerade durch ein „Hotel" speziell für Bienen und Insekten komplettiert worden.
Ferdinand Stöppel, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, ging in einer kleinen Feierstunde kurz auf den Werdegang ein. Voller Freude konnte er auf die Eigenleistung verweisen, die bei Bürgermeister Michael Berens großen Anklang fand. Namentlich hob Ferdinand Stöppel dghr-Vorstandsmitglied und Naturführer Manfred Rodehutscord hervor, auf dessen Ideen die Anlage zurückgeht. Ein Dank ging an die Adresse von Schatzmeister Manfred Wiethoff, der die bauliche Organisation übernahm und einen Beitrag von etwa 1.500 EURO aus der Vereinskasse beisteuern konnte.
Manfred Rodehutscord trug die fachliche Begründung vor und konnte eine Reihe wissenswerter Informationen beisteuern. So gibt es allein in Deutschland etwa 500 Wildbienenarten, die hauptsächlich solitär leben. Von ihnen sind circa 40 Prozent gefährdet, teilweise sogar akut gefährdet. Ihre wichtige Funktion als Blütenbestäuber und biologischer Schädlingsbekämpfer wurde lange unterschätzt – dies, obwohl sie schon seit Millionen von Jahren leben. Um überleben zu können, brauchen die Insekten kleine Höhlen im Mauerwerk,  in Lehmwänden oder in den Zwischenräumen von Trockenmauern. Den Bienen fehlen heute die Altbaumbestände, die Lehmwände alter Scheunen, es fehlen Sand- und Kiesflächen, Abbruchkanten, Trockenmauern und Lehmgruben.
Auch Bauerngärten mit ihren duftenden Kräutern und Gemüsebeeten sind rar geworden. So sind zum Beispiel spät gemähte Wiesen von großer Bedeutung, da sie zur Nahrung der Bienen beitragen.
Um den Fehlentwicklungen unserer modernen Gesellschaft entgegenzuwirken, hat die Dorfgemeinschaft daher ein Gebäude gezimmert, das beispielsweise der roten Mauerbiene, der Schornsteinwespe, der Holzwespe, der Florfliege, der Maskenbiene und der Seidenbiene ein Domizil bietet. So hat man als Baumaterial – ganz der Umgebung der Streuobstwiese angepasst – Stroh, Lehm und aufgebohrte Baumscheiben verwendet.

„Wir wollten es nicht dabei belassen, ausschließlich den Zustand weiter zu beklagen, wir wollten selbst etwas tun" unterstreicht Manfred Rodehutscord.
Dies stieß auf fruchtbaren Boden beim Bürgermeister: Michael Berens fand sehr anerkennende, aber auch motivierende Worte: „Machen sie auf diesem Wege weiter."

Die Anlage am Lehmweg kann jederzeit von ökologisch interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern besichtigt werden. Hinweistafeln geben nähere Erläuterungen.


Insektenhotel
- Brutplatz und Unterschlupf zum Wohlfühlen -

In der freien Natur stellt sich stets ganz natürlich ein Gleichgewicht der Pflanzen- und Tierarten ein. So ist das Überleben aller Arten gesichert.
In künstlich angelegten Gebieten wiederum kann dieses Gleichgewicht gestört werden, da sich einige Insekten aufgrund einer bestimmten Anbauweise stark vermehren und andere keine Futterpflanzen finden.


Artenreichtum
ist die erste Voraussetzung für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht in einem Garten. Bestimmte Tiere sorgen dafür, dass andere Tierarten, die von Gartenpflanzen leben, nicht überhand nehmen. Indem man ihnen Unterschlupf und Nistmöglichkeiten anbietet, kann man seine „Gartenarbeiter" gezielt ansiedeln. Es ist durchaus sinnvoll, in einem Gemüsebeet auch einzelne Korb- und Doldenblütler stehen zu haben. Diese Pflanzen bieten besonders blütensuchenden Insekten, deren Larven parasitisch oder räuberisch leben, eine wichtige Nahrungsquelle. In einem penibel sauberen und aufgeräumten Garten haben es Nützlinge schwer heimisch zu werden.
Eine besondere Anziehungskraft haben einfach blühende Wildformen von Blütenpflanzen und Sträuchern. Die züchterisch bearbeiteten Pflanzen besitzen meist wenig oder gar keinen Nektar. Sie sind daher für die erwachsenen Nützlinge unbrauchbar. Um für die Nutzinsekten Nahrung zu bieten, sollte der Garten das ganze Jahr über Blüten entwickeln und außerdem ein kleines Vogelbecken oder einen Teich besitzen, denn auch „Krabbler" müssen trinken.

Ein Insektenhotel
dient als Brutplatz und Unterschlupf der kleinen Gartenarbeiter.
Sie machen sich in unterschiedlichster Weise dem Menschen nützlich.
Die einen machen Musik, die anderen bestäuben die Blüten und die dritten vertilgen sogenannte „Schädlinge".
Durch die natürliche Schädlingsbekämpfung gibt es keine gesundheitlichen Gefahren für den Menschen, wie z. B. durch Chemikalien, die auch der Pflanze schaden.

Der Bau ist einfach:
Die Zimmer werden auf verschiedene Art und Weise hergerichtet.
Man kann verschiedene Arten von Holz, das möglichst hart und faserfrei sein muss, übereinander legen oder Holzstumpen aufstellen. In dieses Holz bohrt man unterschiedlich dicke und tiefe Löcher. Man kann rote Ziegel übereinanderstapeln, dünne Äste aufreihen, Blumentöpfe mit Holzwolle und Reisig füllen, Schilf aufreihen, Lochziegel mit Stroh füllen. So entstehen unterschiedlich große und kleine Spalten und Lücken, in denen sich die Gartenbewohner wohl fühlen.

Landschaftselement Streuobstwiese

Seit Jahrhunderten sind sie unverzichtbare Begleiter des Menschen: Obstbäume.
Streuobstwiesen prägen und beleben das Landschaftsbild. Gerade die Obstbaumblüte im Frühling bietet einen sehr schönen Anblick.
Als Streuobstbestand werden hochstämmige, robuste Obstbäume im Garten, am Orts- und Straßenrand und vor allem auf Wiesen bezeichnet.

Obsterträge
Ursprünglich war für den Streuobstanbau sicherlich der Beitrag zur Ernährung ausschlaggebend.
Ein Großteil der Bevölkerung versorgte sich mit Frischobst oder verarbeitete die Ernte zu Fruchtsaft, Most oder Dörrobst.
Zwischen dem 8. und 15. Jahr setzen bei Hochstamm-Obstbäumen (z. B. Kirsche, Pflaume, Birne, Apfel) die Obsterträge ein. Jährlich können dann 100 bis 500 kg Früchte pro Baum geerntet werden.

Bewirtschaftung
Typische Obstwiesen werden extensiv gepflegt und bewirtschaftet.
Infolge einer langjährigen, ungestörten Entwicklung können sich Tier- und Pflanzenwelt in geradezu idealer Weise aufeinander einstellen.

Ein Paradies für die Tierwelt
Streuobstwiesen zeichnen sich durch einen besonders hohen Tierartenreichtum aus.
Unter den Obstbäumen locken faulende Früchte sowie Wiesenblumen unzählige Schmetterlinge, Fliegen, Wespen, Käfer und Vögel an.
Obstbaumblüten sind reiche Nahrungsquellen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
Durch den Insektenreichtum sind Obstwiesen wiederum für insektenfressende Vögel und Fledermäuse bedeutsam.
Von besonderer Bedeutung ist der Höhlenreichtum alter Obstwiesen.
Hiervon profitieren auch zahlreiche Tiere.
Höhlenbrütende Vögel, wie der Steinkauz, Fledermäuse, wie der Abendsegler und Bilche, wie der Gartenschläfer.

Bedeutung
Aufgrund der besonderen ökologischen Bedeutung von Streuobstwiesen ist deren Erhaltung, Pflege und Neuanlage wünschenswert.
Besonders wichtig ist die Pflege der Jungbäume. Dazu gehört der jährliche „Erziehungsschnitt", dessen Folge ein stabiles Kronengerüst ist. Später reicht es, den Baum nach Bedarf „auszulichten".
Für viele bedrohte Vogelarten wie Wiedehopf und Wendehals sind Streuobstwiesen letzte Rückzugsgebiete in unserer Kulturlandschaft.

Aktion "Saubere Landschaft"

Eine erfreulich hohe Teilnehmerzahl war dem Aufruf der Dorfgemeinschaft Hövelriege/Riege e.V. (DGHR) zur Aktion „Saubere Landschaft“ gefolgt. Viele Familien stellten sich in voller Anzahl der Herausforderung HövelRiege von Abfällen zu befreien um der Natur zu helfen. Die Feuerwehr Hövelhof stellte bereitwillig Warnwesten zur Verfügung. Es wurden wieder viele Gegenstände eingesammelt, die nicht in die Landschaft gehören. Als Anerkennung gab es sogar eine Geldspende. Pfandflaschen wurden aussortiert und zu Geld gemacht. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Gemeinde Hövelhof konnte abschließend ein Mittagessen und Getränke gereicht werden.

Herzlichen Dank an die fleißigen Teilnehmer und die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde Hövelhof!

Vorbildliche Aktion:

Rieger Landschaft wieder sauber

„Alle, die heute mitgemacht haben, werfen ganz bestimmt nicht mehr so achtlos  etwas weg" ist sich Ferdinand Stöppel ganz sicher.
Der Vorsitzende der „Dorfgemeinschaft Riege/Hövelriege e.V." bedankte sich jetzt bei den Teilnehmern der Aktion nach geleisteter Arbeit in der alten Rieger Dorfschule. Trotz ungünstiger  Witterung hatte die Aktion eine angemessene Beteiligung. Besonderer Dank an den FC Hövelriege – Trainerin Gaby Pollak nahm mit mehreren Spielerinnen und Spielern der Jugendmannschaft teil. Schließlich ein Dank an den Bauhof der Sennegemeinde  Hövelhof für die Abfuhr des Mülls.
„Wenn das Vorbild wirkt, erübrigt sich die Aktion demnächst von selbst."

Unser Foto zeigt einige Aktionsteilnehmer vor der Rieger Dorfschule.


Sauberer Wald hatte gute Beteiligung


Landschaft Rieges und Hövelrieges wieder sauber



„Alle, die hier mitgemacht haben, werfen nicht mehr so achtlos etwas weg“ waren sich die Teilnehmer einig. Auf eine gute Resonanz stieß in diesem Jahr der Aufruf der „Dorfgemeinschaft eV.“ zu dieser Umweltaktion. „Leider wieder sehr nötig“ begründen die Veranstalter.
So dankte die Vorsitzende, Doris Dresselhaus-Bee, beim abschließenden Mittagessen in der alten Rieger Dorfschule besonders den zahlreichen Kindern und Jugendlichen „Ihr habt heute die Aktion getragen. Darauf könnt ihr stolz sein.“ Ganz besonderen Dank stattete die Vorsitzende an die Mini-Kicker und die D-Juniorinnen des FC Hövelriege ab, die mit ihrer Trainerin, Gaby Pollak, fast geschlossen teilnahmen.
Unser Bild zeigt die Teilnehmer vor der alten Rieger Dorfschule.
Foto: Bee


Ökologische Musteraktion:

Bürger aus Riege und Hövelriege legen Streuobstwiese an



Gemeinsame Aktion der Rieger und Hövelrieger: In knapp dreistündiger Arbeit legten jetzt über 30 fleißige Helfer auf einem Grundstück der Ge-meinde Hövelhof am Lehmweg eine Streuobstwiese an. 25 hochstämmige Obstbäume – darunter 20 Apfelbäume - setzte man ein. Bewusst entschieden sich die Initiatoren für alte, größtenteils bereits vergessene Obstsorten. Frühestens in fünf Jahren, so rechnet man, könnten die ersten Früchte geerntet werden.
Die Dorfgemeinschaft Hövelriege/Riege hatte die Idee und war federführend – als Projektleiter fungierte Vorstandsmitglied Manfred Rodehutscord, der als Gärtner die nötige Sachkunde einbrachte.
So freute sich die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Doris Dresselhaus-Bee, besonders darüber, dass so viele junge Leute anpackten. „Danke an alle. Die Beteiligung übertraf unsere Erwartungen. Gemeinsam sind wir eben stark.“ Mit dabei aus der Vereinswelt: die Messdiener-Gruppe der Kirchengemeinde Hövelriege, die U-30 Schützen und der Lauftreff. Auch die Biologische Station Senne unterstützte die Aktion.
Streuobstwiesen sind heute eine Wiederentdeckung: In den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verschwanden sie in vielen Fällen aus dem Landschaftsbild, da man ihren Wert nicht mehr schätzte. Inzwi-schen ist der große ökologische Nutzen – vor allem für die Bienen und die Vogelwelt – anerkannt.

Helfer-Streuobstwiese

Auf diesem Grundstück am Lehmweg wurde die Streuobstwiese angelegt.

 
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